Flughafen Linz wieder mit Frankfurt-Direktverbindung
Die dänische Fluggesellschaft DAT übernimmt ab 29. März die Frankfurt-Strecke ab Linz mit täglicher Verbindung, unterstützt vom Land Oberösterreich.
Ab dem 29. März startet am Flughafen Linz erneut eine Direktverbindung zum internationalen Drehkreuz Frankfurt. Die dänische Fluggesellschaft DAT wird die Strecke laut Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) täglich bedienen. Die Verbindung war zuvor im Oktober 2025 von der Austrian Airlines (AUA) wegen unzureichender Auslastung eingestellt worden. Das Land Oberösterreich hatte daraufhin europaweit eine Ausschreibung für die Frankfurt-Strecke durchgeführt.
Flugbetrieb und Finanzierung
Die neue Verbindung wird mit einem Flugzeug mit 70 Sitzplätzen betrieben. Geplant sind drei Flüge täglich von Montag bis Donnerstag, zwei Flüge am Freitag sowie ein bis zwei Flüge am Wochenende. Außerdem ist ein Night Stop in Linz vorgesehen. DAT verpflichtet sich, die Verbindung für vier Jahre aufrechtzuerhalten. Das Land stellt dafür eine Anschubfinanzierung von bis zu 9 Millionen Euro pro Jahr bereit. In der kommenden Sitzung der Landesregierung soll ein Zuschuss für den Sommerflugplan beschlossen werden. Die Mehrjahresverpflichtung wird anschließend dem Landtag zur Entscheidung vorgelegt. Landeshauptmann Stelzer betont, dass die Maßnahme dem Flughafen Linz wieder Planungssicherheit gebe: „ Stabilität ist die Voraussetzung dafür, dass sich weitere Verbindungen entwickeln können – auch im Hinblick auf den Tourismus und die beliebten Charterflüge.“
Land prüft Übernahme städtischer Anteile
Neben der Wiederaufnahme der Flugverbindung denkt das Land offenbar auch über den Kauf der städtischen Anteile am Flughafen nach. Das Land ist zusammen mit der Stadt Linz Miteigentümer des Airports. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) teilte mit, dass zunächst geklärt werden müsse, ob ein Verkauf grundsätzlich infrage komme. Zudem würden Vor- und Nachteile sowie die Bedingungen eines möglichen Verkaufs, insbesondere die Unternehmensbewertung, genau geprüft. Das Angebot des Landes ist nicht das einzige, das derzeit geprüft wird. Bereits im Herbst hatte ein Konsortium um den oberösterreichischen Unternehmer Manfred Zorn ein Kaufangebot unterbreitet. Es sah vor, die Anteile für 1 Million Euro zu erwerben und zusätzlich 3 Millionen Euro als Kapitalerhöhung einzubringen.
(APA/red)