Flughafen Wien: 90 Prozent weniger Nahost-Passagiere

Der Flughafen Wien verzeichnet infolge der Nahost-Krise einen massiven Rückgang im Flugverkehr dieser Region.

16.04.2026 9:13
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Nach Angaben des Unternehmens wirken sich die Einschränkungen im Nahost-Verkehr derzeit dämpfend auf die Entwicklung der Passagierzahlen in Wien aus.

Der Flughafen Wien verzeichnet infolge der aktuellen Krisensituation im Nahen Osten deutliche Auswirkungen auf einzelne Verkehrsregionen. Besonders stark betroffen ist der Flugverkehr in den Nahen und Mittleren Osten, wo die Passagierzahlen im März 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat massiv zurückgingen.

Deutlicher Einbruch im Nahost-Verkehr

Wie das börsennotierte Unternehmen mitteilte, sank die Zahl der Reisenden in diese Region um 90,1 Prozent auf 6.809 Passagiere. Hintergrund sind Einschränkungen im Flugverkehr seit Ende Februar 2026 im Zuge des Konflikts in der Region. Im Gegensatz dazu entwickelte sich der Verkehr in den Fernen Osten positiv: Mit 67.027 Passagieren wurde hier ein Anstieg von 41,5 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres verzeichnet.

Insgesamt moderates Wachstum

Trotz der Rückgänge in einzelnen Regionen konnte der Flughafen Wien im März insgesamt ein leichtes Wachstum erzielen. Die Passagierzahl stieg im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 2.269.047 Reisende. Auch die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe, zu der neben Wien auch der Malta Airport und der Flughafen Kosice gehören, verzeichnete ein Plus. Insgesamt wurden 3.146.473 Passagiere gezählt, was einem Anstieg von 5,1 Prozent entspricht. Besonders deutlich fiel das Wachstum in Kosice aus, wo die Zahl der Reisenden um 50 Prozent auf 61.479 zunahm. Für das erste Quartal 2026 ergibt sich am Standort Wien ein Zuwachs von 1,6 Prozent, während die Gruppe insgesamt um 5,3 Prozent zulegte.

Ausblick bleibt unverändert

Nach Angaben des Unternehmens wirken sich die Einschränkungen im Nahost-Verkehr derzeit dämpfend auf die Entwicklung der Passagierzahlen in Wien aus. Wie stark die langfristigen Folgen sein werden, hängt von der Dauer der aktuellen Störungen ab. An der Prognose für das Gesamtjahr 2026 hält die Flughafen Wien AG jedoch fest. Sowohl die Verkehrs- als auch die Finanzziele bleiben aus heutiger Sicht unverändert.

Transitverkehr als Wachstumstreiber

Eine besondere Rolle beim aktuellen Passagieranstieg spielt der Transitverkehr. Laut Unternehmen ist das Wachstum am Standort Wien vor allem auf Zwischenlandungen von Air India zurückzuführen, die zum Zweck der Betankung erfolgen. Die Passagiere verbleiben dabei im Flugzeug und werden als Transitpassagiere gezählt.

Rückgang bei Flugbewegungen und Fracht

Während die Passagierzahlen insgesamt leicht zunahmen, entwickelte sich die Zahl der Flugbewegungen rückläufig. Im März wurden 17.585 Starts und Landungen registriert, was einem Minus von 1,4 Prozent entspricht. Auch das Frachtaufkommen ging zurück: Mit 26.221 Tonnen lag es um acht Prozent unter dem Wert vom März 2025.

(APA/red)

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