Flughafen Wien mit schwachem April
Geopolitische Spannungen und ein geringeres Flugangebot haben dem Flughafen Wien im April ein deutliches Minus bei den Passagierzahlen beschert.
Der Flughafen Wien AG verzeichnete im April 2026 einen deutlichen Rückgang beim Passagieraufkommen. Insgesamt nutzten 2,58 Millionen Reisende den Standort Wien-Schwechat, was einem Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten, reduzierte Flugangebote von Billigairlines sowie die frühe Lage der Karwoche. Besonders stark war der Rückgang bei Flügen in den Nahen und Mittleren Osten, wo die Passagierzahlen um mehr als 80 Prozent einbrachen.
Positiver entwickelte sich hingegen der Verkehr Richtung Ferner Osten, der ein leichtes Plus verzeichnete. Auch das Frachtaufkommen blieb nahezu stabil.
In der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe, zu der auch die Flughäfen Malta und Kosice gehören, fiel der Rückgang deutlich moderater aus. Insgesamt wurden dort rund 3,68 Millionen Passagiere abgefertigt. Wachstum gab es vor allem an den Standorten Malta und Kosice, die beide deutliche Zuwächse verbuchten.
Für das Gesamtjahr hält die Flughafen Wien AG trotz der aktuellen Entwicklung an ihrer bisherigen Verkehrs- und Finanzprognose fest. Während das Passagieraufkommen in Wien von Jänner bis April leicht rückläufig war, konnte die gesamte Gruppe im selben Zeitraum insgesamt zulegen.
APA/Red.