Frecciarossa startet Testfahrten in Österreich

Die italienischen Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa werden derzeit auf Strecken in Österreich und Deutschland getestet.

02.09.2026 16:43
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Für den Einsatz in mehreren Ländern müssen die Züge mit unterschiedlichen Stromversorgungs- und Signalsystemen zurechtkommen.

Die Testfahrten der italienischen Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa in Österreich und Deutschland haben begonnen. Sie sind Teil des internationalen Zulassungsverfahrens für die Züge. Nach der Bewilligung sollen ab Sommer 2027 Verbindungen von Mailand und Rom nach München über Innsbruck angeboten werden. Das teilte die italienische Staatsbahn FS (Ferrovie dello Stato) am heutigen Mittwoch mit. In Österreich finden die Tests in Tirol und auf der Weststrecke statt. Die Züge fahren zwischen Kufstein und dem Brenner sowie zwischen Salzburg und Wien. In Deutschland werden sie auf der Strecke Berlin–München und von München weiter nach Kufstein getestet.

Anpassung an unterschiedliche Systeme

Für den Einsatz in mehreren Ländern müssen die Züge mit unterschiedlichen Stromversorgungs- und Signalsystemen zurechtkommen. Die beteiligten Eisenbahngesellschaften wollen dabei auch technisches Know-how austauschen. Gleichzeitig haben Schulungen für deutsches und österreichisches Fahrpersonal begonnen. FS-Chef Gianpiero Strisciuglio bezeichnete den Beginn der Testfahrten als weiteren Schritt auf dem Weg zu einem europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Deutschen Bahn wolle die italienische Staatsbahn den Zug als Verkehrsmittel für die europäische Mobilität stärken.

Frecciarossa in Europa

Der Frecciarossa ist der Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia. Die eingesetzten Züge sind für den Betrieb in mehreren europäischen Ländern geeignet, darunter Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Belgien. Mit den geplanten Verbindungen nach München und Berlin soll der Frecciarossa nach Frankreich und Spanien nun auch Deutschland erreichen. FS verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, wichtige europäische Städte stärker durch Hochgeschwindigkeitszüge miteinander zu verbinden. Weitere Ziele könnten folgen. Genannt werden etwa Frankfurt am Main und Krakau in Polen.

(APA/red)

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