Friaul und ÖBB planen Ausbau des Bahnangebots

Die Region Friaul-Julisch Venetien und die ÖBB arbeiten an Maßnahmen, um Kapazitätsengpässe auf der Alpe-Adria-Strecke zu reduzieren.

11.06.2026 9:39
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Die norditalienische Region Friaul-Julisch Venetien und die ÖBB wollen den grenzüberschreitenden Bahnverkehr entlang der Alpe-Adria-Strecke weiter verbessern. Im Fokus stehen zusätzliche Kapazitäten in stark frequentierten Reisezeiten sowie verlässliche Ersatzverbindungen bei Zugausfällen oder Störungen.

Hintergrund ist die steigende Nachfrage im Fahrradtourismus zwischen Kärnten und Friaul. Nach Angaben der Verkehrsbeauftragten der Region, Cristina Amirante, soll ein gemeinsames Konzept dazu beitragen, Engpässe auf der beliebten Strecke künftig besser zu bewältigen.

Besonders die für den internationalen Verkehr eingesetzten Micotra-Züge verfügen über eine hohe Fahrradkapazität mit rund 200 Stellplätzen. Regionale Verbindungen sind dagegen in erster Linie auf den Pendlerverkehr ausgerichtet und bieten vor allem an Wochenenden deutlich weniger Platz für Fahrräder. In der Hauptsaison führt dies regelmäßig zu Auslastungsproblemen.

Auslöser für die aktuellen Gespräche waren Überlastungen während der Pfingstferien. Damals wurden Fahrgäste eines überfüllten Railjets auf andere Verbindungen umgeleitet, gleichzeitig fiel kurzfristig ein Regionalzug von Trenitalia aus. Die Region und die ÖBB wollen nun gemeinsam Lösungen erarbeiten, um die Zuverlässigkeit und Kapazität auf der Strecke langfristig zu verbessern.

Der grenzüberschreitende Fahrradtourismus entlang der Alpe-Adria-Route gewinnt seit Jahren an Bedeutung und sorgt insbesondere in den Sommermonaten für eine hohe Nachfrage im Bahnverkehr.

APA/Red.

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