Gesundheitsversprechen nur teilweise erfüllt

Nicht alle Produkte enthalten die erwarteten probiotischen Bakterien.

25.03.2026 11:31
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Das koreanische Traditionsgericht Kimchi gilt als fermentiertes „Superfood“ und wird häufig im Zusammenhang mit Trends wie Chiasamen, Kefir oder Açai-Beeren genannt. Grund dafür sind Milchsäurebakterien, die während der Fermentation entstehen und sich positiv auf die Darmflora auswirken können.

Ein aktueller Test des Verein für Konsumenteninformation (VKI) zeigt jedoch ein differenziertes Bild: Von 13 untersuchten Produkten enthielten nur drei tatsächlich lebende, darmfreundliche Bakterien – und zwar ausschließlich unpasteurisierte Varianten. Insgesamt wurden acht Produkte mit „gut“, fünf mit „durchschnittlich“ bewertet.

In der Laboranalyse gab es keine Hinweise auf Schadstoffbelastungen wie Schwermetalle. Auffällig waren jedoch Abweichungen beim Salz- und Säuregehalt einzelner Produkte. Sensorisch überzeugten vor allem Kimchi mit ausgewogener Säure, angenehmer Schärfe und passender Textur. Dabei schnitten importierte Produkte nicht besser ab als europäische Varianten.

Auch ein Blick auf die Nährwerte zeigt Unterschiede: Der Nutri-Score wurde vor allem durch den Salzgehalt beeinflusst, viele Produkte lagen im mittleren Bereich. Beim Verarbeitungsgrad wurden die meisten Erzeugnisse als verarbeitet eingestuft, einige aufgrund zusätzlicher Inhaltsstoffe sogar als stark verarbeitet.

Für Gastronomie und Tourismus ergibt sich daraus ein klareres Bild: Kimchi bleibt ein vielseitiges und kulinarisch interessantes Produkt, seine gesundheitlichen Vorteile hängen jedoch stark von der jeweiligen Herstellung und Verarbeitung ab.

APA/Red.
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