Ita Airways erlaubt künftig größere Hunde an Bord

Ita Airways lässt künftig als erster Anbieter in Europa größere Hunde bis zu 30 Kilogramm auf Inlandsflügen in der Kabine mitfliegen.

27.02.2026 9:57
red04
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Vorgesehen ist ein Fensterplatz, an dem das Tier auf einem besonders saugfähigen Teppich am Boden untergebracht wird.

Als erste Fluggesellschaft in Europa will die italienische Lufthansa-Tochter Ita Airways künftig auch größere Hunde in der Kabine mitnehmen. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag in Rom mitteilte, sollen Haustiere mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm an Bord zugelassen werden. In diese Kategorie fallen etwa Schäferhunde, Dalmatiner oder Bullterrier. Für den zusätzlichen Platz ist eine gesonderte Gebühr vorgesehen. Bislang lag die Gewichtsgrenze bei den meisten Fluggesellschaften bei acht Kilogramm. Bei Ita sind Hunde bis zu zehn Kilogramm bereits erlaubt. Die nun angekündigte Ausweitung auf deutlich schwerere Tiere gilt in Teilen der Branche als Pilotprojekt.

Zunächst nur auf Inlandsflügen

Das neue Angebot soll vorerst ausschließlich auf inneritalienischen Flügen gelten. Die italienische Flugaufsichtsbehörde Enac hat dafür bereits ihre Genehmigung erteilt. Für die Mitnahme gelten klare Vorgaben: Die Hunde müssen einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Vorgesehen ist ein Fensterplatz, an dem das Tier auf einem besonders saugfähigen Teppich am Boden untergebracht wird. Der Halter erhält den Sitzplatz direkt daneben.

Veränderte Reisegewohnheiten

Ita begründet die Neuerung mit einer gestiegenen Nachfrage. Viele Passagiere wollten ihre Haustiere auch auf Flugreisen bei sich haben. Geschäftsführer Joerg Eberhart erklärte, Haustiere seien inzwischen vielfach „Teil der Familie“. Ziel sei es, Reisen ohne Trennungen zu ermöglichen. Bislang müssen größere Hunde im Gepäckraum transportiert werden – untergebracht in speziellen Käfigen zwischen Koffern und Fracht. Für Tiere kann dies aufgrund von Enge, Lärm und Temperaturschwankungen belastend sein. Manche Hundebesitzer weichen daher auf das Auto aus, lassen ihre Tiere zurück oder verzichten auf bestimmte Reisen.

Rücksicht auf andere Passagiere

Nicht alle Fluggäste dürften die neue Regelung begrüßen. Bereits nach einem Testflug von Mailand nach Rom hatte Ita angekündigt, dass Passagiere bei Angst vor Hunden oder Allergien ihren Sitzplatz wechseln können. Vom Mutterkonzern Lufthansa hieß es auf Anfrage, für die eigene Marke gebe es derzeit keine vergleichbaren Pläne. „Unsere Airlines entscheiden grundsätzlich eigenständig, wenn es um Details zum Produktangebot geht“, erklärte ein Sprecher. An der früheren Staatsairline Alitalia, aus der Ita hervorgegangen ist, hält Lufthansa seit dem vergangenen Jahr 41 Prozent der Anteile und plant eine Aufstockung. Mehrheitseigner ist weiterhin der italienische Staat. Wann der erste reguläre Linienflug mit größeren Hunden in der Kabine starten soll, wurde bislang nicht mitgeteilt.

(APA/red)

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