Italiens Hafen-Proteste halten an

Vor den Häfen Triests und Genuas gehen die Demos weiter
© Pixabay

Gruppen von Impfgegnern folgen dem Beispiel der Hafenarbeiterinnen und -arbeiter

Die Häfen Triest und Genua sind die größten in Italien. Seit vergangenem Freitag finden dort Proteste gegen die 3G-Pflicht für Arbeiterinnnen und Arbeiter statt. Und sie halten an. Was Hafenmitarbeiterinnnen und -mitarbeiter losgetreten haben, wurde nun durch Impfgegnerinnen und -gegner ergänzt, die jetzt auch die Koordinierung übernehmen. Zusammenrottungen vor dem Hafen werden nun organisiert, die seit Sonntag schwindende Zahl demonstrierender Hafenarbeiterinnen und -arbeiter aufgefüllt. „Die Lage sollte nicht noch mehr verschärft werden. Wir respektieren alle Ideen, fordern aber, dass die Mehrheit nicht von einer Minderheit als Geisel genommen wird“, fordern die Gewerkschaftsorganisationen in ihrem Aufruf zum Ende des Protets in Triest. Demnach loben sie zwar die „starke Bindung zwischen Hafen, Arbeitern und Stadt“, verwehren sich allerdings dagegen, dass diese „durch Leute gefährdet werden kann, die nichts mit dem Hafen zu tun haben“.

Harte Regeln, laute Stimmen

Auch wenn der Zugang zum Hafen Genua nicht blockiert wurde, standen dort doch einige Lkw Schlange. Da seit Freitag in Italien nur zur Arbeit erscheinen darf, wer eine Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweisen kann, protestierten zunächst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hafens, mittlerweile Gegnerinnnen und Gegner der Maßnahmen sowie der Impfung. Bis zu 1.500 Euro Bußgeld riskiert, wer sich nicht an die 3G-Regel hält. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss zudem mit unbezahlter Freistellung rechnen. Italien ist das erste europäische Land, das die 3G-Regel für Arbeitnehmer einführt. APA/RED./CH

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