Krise im deutschen Gastgewerbe hält an

Die Umsätze im deutschen Gastgewerbe entwickeln sich weiterhin schwach und bleiben unter dem Vorjahresniveau.

18.06.2026 10:35
red04
© APA/dpa/Peter Kneffel
Restaurants, Gaststätten, Hotels und andere Beherbergungsbetriebe kämpfen weiterhin mit den Folgen einer seit Jahren angespannten Entwicklung.

Das deutsche Gastgewerbe ist ohne spürbaren Aufschwung in das zweite Quartal gestartet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) blieben die Umsätze im April gegenüber dem Vormonat preisbereinigt unverändert. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Inflation, wurde ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet. Damit setzt sich die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche fort. Restaurants, Gaststätten, Hotels und andere Beherbergungsbetriebe kämpfen weiterhin mit den Folgen einer seit Jahren angespannten Entwicklung. In den vergangenen sechs Jahren schrieb das Gastgewerbe durchgehend Verluste.

Belastung durch gestiegene Kosten

Zu den Ursachen zählen unter anderem höhere Preise, die im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten stehen. Die daraus resultierenden Kostensteigerungen belasten die Betriebe zusätzlich. Zur Unterstützung der Branche gilt seit Anfang des Jahres wieder der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen in der Gastronomie. Zuvor waren für diesen Bereich 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig.

Deutlicher Rückgang im Jahresvergleich

Verglichen mit dem April 2025 fiel der Umsatz des Gastgewerbes preisbereinigt um 7,1 Prozent. Nominal wurde hingegen ein leichtes Plus von 0,7 Prozent registriert. Die Entwicklung innerhalb der Branche verlief unterschiedlich. Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe konnten ihre Umsätze gegenüber dem Vormonat steigern. Preisbereinigt lag das Plus bei 1,2 Prozent, nominal bei 1,8 Prozent.

Gastronomie mit rückläufigen Umsätzen

In der Gastronomie zeigte sich dagegen eine negative Entwicklung. Hier gingen die Umsätze im Vergleich zum März preisbereinigt um 0,6 Prozent zurück. Nominal betrug das Minus 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten sowohl die Gastronomie als auch die Beherbergungsbetriebe einen realen Umsatzrückgang von jeweils 7,4 Prozent.

(APA/red)

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