Kritik trotz Fahrgastrekord bei den ÖBB

Gewerkschaft fordert mehr Planung und stabile Strukturen.

10.04.2026 10:25
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Trotz steigender Fahrgastzahlen bei den ÖBB übt die Gewerkschaft vida deutliche Kritik am Management. Die Rekorde werden zwar als positives Signal für den öffentlichen Verkehr und die Mobilitätswende gewertet, gleichzeitig sieht die Gewerkschaft strukturelle Probleme.

Laut einem Bericht des Rechnungshof ist das Wachstum bei Angebot und Nachfrage nicht ausreichend durch Fahrzeuge und betriebliche Reserven abgesichert. Verzögerungen bei neuen Zügen hätten dazu geführt, dass ältere Fahrzeuge länger im Einsatz bleiben und stärker belastet werden. Dies wirke sich negativ auf Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Qualität aus.

Die Gewerkschaft fordert daher mehr strategischen Weitblick von der Führungsebene. Notwendig seien unter anderem bessere Planung, stabile Instandhaltungsstrukturen sowie ausreichend Fachpersonal. Die aktuellen Probleme seien laut Rechnungshof nicht auf das Personal, sondern auf Mängel in der Planung zurückzuführen.

Die ÖBB verweisen ihrerseits auf hohe Belastungen im System und kündigten an, erkannte Schwachstellen gezielt anzugehen.

Im Vorjahr verzeichneten die ÖBB einen neuen Fahrgastrekord mit insgesamt rund 559 Millionen Reisenden. Besonders der Nahverkehr legte zu, während auch im Fernverkehr ein leichtes Plus erzielt wurde. Die Gewerkschaft betont jedoch, dass hohe Zahlen allein keine Garantie für eine stabile Zukunft seien und entsprechende Maßnahmen notwendig bleiben.

APA/Red.

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