Lufthansa prüft Flottenreduktion
Höhere Kosten infolge Nahostkonflikt könnten Angebot und Nachfrage im Flugverkehr dämpfen
Die Lufthansa bereitet sich auf mögliche wirtschaftliche Folgen steigender Treibstoffpreise vor. Hintergrund ist der Konflikt im Nahen Osten, der die Kerosinkosten deutlich erhöht. Konzernchef Carsten Spohr lässt intern Szenarien prüfen, bei denen ein Teil der Flotte vorübergehend stillgelegt werden könnte.
Im Fokus stehen Überlegungen, 20 bis 40 Flugzeuge außer Betrieb zu nehmen, was bis zu fünf Prozent der Kapazität entsprechen würde. Betroffen wären vor allem ältere, weniger effiziente Maschinen sowie wirtschaftlich schwächere Strecken innerhalb Europas.
Trotz einer Absicherung eines Großteils des Treibstoffbedarfs rechnet das Unternehmen mit erheblichen Mehrkosten. Diese könnten teilweise durch höhere Ticketpreise ausgeglichen werden, was wiederum die Nachfrage nach Flügen beeinflussen dürfte.
Kurzfristig plant der Konzern, frei gewordene Kapazitäten umzulenken. Zusätzliche Flüge sind insbesondere zu Zielen in Indien sowie zu touristischen Regionen in Südeuropa vorgesehen. Insgesamt sollen so über den Sommer rund 1.600 zusätzliche Abflüge von wichtigen Drehkreuzen ermöglicht werden.
APA/Red.