Nur elf Lehrlinge in neuer vegetarischer Kochlehre

Die neue vegetarische Kochlehre in Österreich stößt bislang auf geringe Nachfrage und wird nur von wenigen Betrieben angeboten.

30.03.2026 14:21
red04
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Die vegetarische Kochausbildung soll vor allem Interessierten ein zusätzliches Angebot bieten.

In Österreich gibt es derzeit nur elf Lehrlinge, die eine vegetarische Kochausbildung absolvieren. Wie ORF Tirol berichtet, verteilen sich diese auf Wien (sechs), die Steiermark (drei) und Kärnten (zwei). Die Ausbildung wurde am 1. Juli 2025 eingeführt, um den sich verändernden Bedürfnissen von Kundschaft und Beschäftigten in der Gastronomie Rechnung zu tragen. Gleichzeitig kämpft die Branche mit einem Fachkräftemangel.

Begrenztes Angebot

Trotz der Nachfrage mangelt es an Betrieben, die diese spezielle Ausbildung anbieten. In Tirol, einer wichtigen Tourismusregion, existiert aktuell kein einziger Ausbildungsbetrieb für vegetarische Kochlehrlinge. Im Vergleich dazu lernen rund 340 junge Menschen die klassische Kochlehre. Dabei sei zu beachten, dass in traditionellen Ausbildungen ebenfalls vegetarische und vegane Gerichte vermittelt werden. Laut Alois Rainer, Spartenobmann der Wirtschaftskammer, gibt es zudem regionale Unterschiede: In größeren Städten sei das Interesse an vegetarischer Küche tendenziell höher.

Perspektiven für die neue Lehre

Die vegetarische Kochausbildung soll vor allem Interessierten ein zusätzliches Angebot bieten. Rainer beschreibt die Lehre als ein Versuchsmodell, dessen dauerhafte Etablierung noch offen sei. Zillertaler Koch Peter Fankhauser weist darauf hin, dass der Beruf insgesamt für junge Menschen weniger attraktiv geworden sei. Die Spezialisierung sei dabei nicht das Problem. Vielmehr wächst die Nachfrage nach vegetarischer Küche, was die langfristige Bedeutung der neuen Ausbildung erhöhen könnte. Laut AMS gibt es in ganz Österreich 2.723 Kochlehrlinge in allen Lehrjahren. Auf die drei Jahre der Ausbildung – die auch die vegetarische Variante umfasst – verteilt sich die Zahl etwa gleichmäßig. Der Frauenanteil liegt bei 32 Prozent.

(APA/red)

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