Oberösterreich Tourismus mit neuem Board-Vorsitz
Das Strategie-Board von Oberösterreich Tourismus wird künftig von Christian Naderer geleitet, der auf eine enge Zusammenarbeit im Tourismus setzt.
Das Strategie-Board von Oberösterreich Tourismus wurde am 2. Juni neu aufgestellt. Den Vorsitz übernimmt künftig Christian Naderer. Er folgt auf Robert Seeber, der sich aus dem Gremium zurückgezogen hat. Die Neuorganisation markiert einen personellen Wechsel an der Spitze des strategischen Beratungsgremiums der Landes-Tourismusorganisation.
Bedeutung der Praxisexpertise
Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner betonte im Zusammenhang mit der Bestellung die Bedeutung von Fachwissen aus der Praxis im Strategie-Board. Mit Christian Naderer übernehme eine Person mit langjähriger Erfahrung im Tourismus und in der Regionalentwicklung den Vorsitz, die die Strukturen im Mühlviertel mitgeprägt habe. Der Landesrat hob hervor, dass die Einbindung von Expertinnen und Experten aus den Regionen ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Gremiums bleibe.
Tourismus als wirtschaftlicher Faktor
Zum Amtsantritt verwies Naderer auf die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Oberösterreich. Die Branche leiste jährlich einen Beitrag von rund 8,8 Milliarden Euro zum Bruttoregionalprodukt und stelle damit einen wesentlichen Bestandteil der regionalen Wirtschaft dar. Gleichzeitig betonte er die Stabilität der Branche auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Der Tourismus könne sich als langfristiger Standort- und Zukunftsfaktor behaupten.
Schwerpunkte der Tourismusstrategie
Grundlage der Arbeit des Strategie-Boards ist die Landes-Tourismusstrategie. Diese umfasst zentrale Themenfelder wie nachhaltige Angebotsentwicklung, Marken- und Marketingstrategien, Digitalisierung und Innovation sowie die Ausbildung von Fachkräften und die Entwicklung des touristischen Arbeitsmarktes. Nach Einschätzung des neuen Vorsitzenden gehe es dabei nicht nur um klassische Kennzahlen wie Nächtigungen, sondern um eine breitere Betrachtung des Tourismus als Teil der regionalen Entwicklung.
Zusammenarbeit zwischen Regionen und Betrieben
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Kooperation zwischen der Landes-Tourismusorganisation und den sieben regionalen Tourismusverbänden. Gemeinsame Produktentwicklung, digitale Projekte und Marketingaktivitäten sollen weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit touristischen Betrieben, Gemeinden und weiteren Institutionen intensiviert werden. Auch überregionale Kooperationen auf Landes- und Bundesebene spielen eine Rolle. Naderer betonte die Bedeutung einer stärkeren Wahrnehmung des Tourismus als gemeinschaftliche Aufgabe. Dazu gehöre auch eine größere Wertschätzung für Betriebe, Beschäftigte sowie ehrenamtlich Engagierte in der Branche.
Kontinuität und Dank an den bisherigen Vorsitz
Geschäftsführer Andreas Winkelhofer würdigte die neue Besetzung als fachlich und strategisch gut geeignet für die Weiterentwicklung der Organisation. Gleichzeitig wurde dem scheidenden Vorsitzenden Robert Seeber für seine langjährige Tätigkeit gedankt. Er hatte das Strategie-Board seit seiner Einrichtung wesentlich mitgeprägt und zentrale strategische Entwicklungen der vergangenen Jahre begleitet, darunter die Landes-Tourismusstrategie und strukturelle Reformprozesse. Das Strategie-Board von Oberösterreich Tourismus ist ein gesetzlich verankertes Beratungsgremium. Es unterstützt die Geschäftsführung sowie die Generalversammlung der Landes-Tourismusorganisation und berät regelmäßig über strategische Fragen und langfristige Entwicklungen im Tourismussektor.
(PA/red)
