Prager Standseilbahn fährt wieder
Prags Standseilbahn ist nach zweijähriger Generalsanierung wieder in Betrieb und bringt Fahrgäste mit neuen Kabinen auf den Petrin.
Eine der bekanntesten Touristenattraktionen Prags ist wieder in Betrieb. Nach zweijähriger Generalsanierung hat die Standseilbahn auf den Petrin ihre ersten Passagiere befördert. Die neuen Kabinen fallen mit großen Glasflächen und einem Kulleraugen-Look auf. Auf der 510 Meter langen Strecke zwischen Ujezd und dem Petrin, dem Laurenziberg, überwinden die Fahrzeuge rund 130 Höhenmeter. Auch bei der Begegnung in der Streckenmitte gibt es einen kleinen gestalterischen Effekt: Die Kabinen zwinkern einander zu, woraufhin die Innenbeleuchtung der jeweils anderen Kabine aufleuchtet.
Design aus Tschechien, Technik aus den Alpen
Entworfen wurden die neuen Fahrzeuge von der tschechischen Designerin Anna Maresova. Ihr Konzept verbindet großzügige Glasflächen mit Retro-Elementen und setzt auch im Innenraum auf zahlreiche Details. Die Technik der Anlage stammt von der österreichisch-schweizerischen Doppelmayr/Garaventa-Gruppe. Die Kabinen werden künftig vollständig von der Bergstation aus gesteuert und bieten Platz für bis zu 120 Passagiere.
Betrieb zunächst im Zehn-Minuten-Takt
Zum Neustart fährt die Standseilbahn zunächst im Probebetrieb etwa alle zehn Minuten. Eine Fahrt kostet 100 Kronen, rund 4,10 Euro. Im September 2024 war der Betrieb nach starken Regenfällen eingestellt worden. Der Hang war instabil geworden und machte eine umfassende Sanierung der Strecke notwendig. Insgesamt kosteten die Arbeiten an Strecke und Fahrzeugen rund 11,2 Millionen Euro. Die Standseilbahn gehört zu den stark frequentierten Attraktionen der tschechischen Hauptstadt. Im bisherigen Rekordjahr 2019 nutzten mehr als 2,2 Millionen Fahrgäste die Verbindung auf den Petrin.
(APA/red)