Rückläufiger Bierkonsum belastet Hopfenbauern

Weniger Bierkonsum in vielen Industrieländern führt zu sinkender Nachfrage nach Hopfen und setzt die deutschen Produzenten zunehmend unter Druck.

12.06.2026 9:33
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Die deutsche Hopfenwirtschaft steht vor Herausforderungen: Aufgrund der rückläufigen Nachfrage nach Bier wurde die Hopfenanbaufläche in Deutschland heuer um 1.101 Hektar beziehungsweise knapp sechs Prozent reduziert. Damit werden aktuell noch 17.861 Hektar mit Hopfen bewirtschaftet. Gleichzeitig nimmt auch die Zahl der Betriebe ab. Insgesamt 62 Hopfenbauern haben ihre Produktion eingestellt, wodurch bundesweit nur noch 904 Betriebe verbleiben.

Trotz dieser Entwicklung bleibt Deutschland der weltweit größte Hopfenproduzent. Nach Angaben des Hopfenpflanzer-Verbandes stammt mehr als ein Drittel der globalen Hopfenernte aus Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen die USA und Tschechien. Ein erheblicher Teil der deutschen Produktion wird exportiert und beliefert Brauereien rund um den Globus.

Während der weltweite Bierkonsum laut Berechnungen der japanischen Brauerei Kirin in den vergangenen Jahren leicht zugenommen hat, zeigt sich in vielen wohlhabenden Industrieländern ein gegenteiliger Trend. Für das Jahr 2024 wurde weltweit ein Bierverbrauch von rund 194 Milliarden Litern ermittelt. Aktuelle Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor. Die Auswertungen basieren auf Angaben von Brauerverbänden sowie Daten nationaler Statistikbehörden.

APA/Red.

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