Ryanair baut Basis in Bratislava aus

Ryanair stärkt seine Basis in Bratislava deutlich und sieht dort bessere Rahmenbedingungen als in Wien.

26.05.2026 16:34
red04
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Für das laufende Jahr wird am Bratislava Airport ein Passagieraufkommen von über 2,2 Millionen Fluggästen erwartet.

Die irische Billigfluglinie Ryanair erweitert ihr Angebot am Flughafen Bratislava weiter und verschiebt zugleich Kapazitäten aus Wien. Während die Airline in Wien weiterhin mit 14 Flugzeugen vertreten ist, wird der Standort in der slowakischen Hauptstadt im kommenden Winterflugplan auf vier Maschinen ausgebaut. Das kündigte das Unternehmen am heutigen Dienstag an.

Bratislava mit neuen Strecken

Am Standort Bratislava steigt die Zahl der angebotenen Ziele künftig auf 23 Destinationen. Neu im Programm sind Verbindungen nach Paphos, Tirana, Turin und Warschau. Auch andere Billigfluglinien wie Wizz Air tragen zum Wachstum des Flughafens bei. Insgesamt rechnet der Betreiber des Flughafens Bratislava mit einem deutlichen Anstieg der Passagierzahlen.

Deutliches Passagierwachstum

Für das laufende Jahr wird am Bratislava Airport ein Passagieraufkommen von über 2,2 Millionen Fluggästen erwartet. Nach Angaben von Ryanair entspricht dies einem Zuwachs von rund 125 Prozent. Der Flughafen Wien hingegen geht für das Jahr 2026 von einem Rückgang aus. Erwartet wird ein Minus von rund acht Prozent auf etwa 30 Millionen Passagiere am Flughafen Wien AG.

Kritik an Wien

Ryanair fordert weiterhin Änderungen am Standort Wien. Im Mittelpunkt stehen niedrigere Steuern und Gebühren. Besonders kritisiert wird eine Abgabe von 12 Euro pro Flugticket, die aus Sicht der Airline die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Auch im Vergleich zu Bratislava sieht das Unternehmen deutliche Unterschiede bei den Standortkosten, die sich auf die Verteilung der Kapazitäten auswirken sollen.

Entwicklung der Standorte Wien und Bratislava

Ryanair ist seit rund 20 Jahren in Bratislava mit einer Basis vertreten und hatte den Flughafen ursprünglich zeitweise als „Vienna East“ vermarktet. Nach der Insolvenz von Air Berlin und Niki im Jahr 2017 expandierte das Unternehmen zudem nach Wien und übernahm dort Kapazitäten über den Nachfolger Laudamotion. Die beiden Flughäfen Flughafen Wien AG und Bratislava Airport liegen nur rund 50 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt und stehen damit in direkter regionaler Konkurrenz.

(APA/red)

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