Ryanair wagt keine Gewinnprognosen

Ryanair rechnet wegen der Konflikte im Nahen Osten mit steigenden Kosten und verzichtet vorerst auf eine Gewinnprognose.

18.05.2026 8:51
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Nach Angaben des Unternehmens sind rund 80 Prozent der Treibstoffkosten abgesichert.

Ryanair rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit spürbar höheren Kosten. Als Gründe nannte Europas größte Billigfliegerlinie die Folgen des Kriegs im Iran sowie steigende Ausgaben für Kerosin, Personal und Wartung. Das Unternehmen teilte am heutigen Montag mit, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen geopolitischer Konflikte zunehmend schwer einzuschätzen seien. Trotz eines starken Vorjahresergebnisses verzichtet Ryanair daher vorerst auf eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Keine Gewinnprognose

Konzernchef Michael O’Leary erklärte, es sei derzeit noch zu früh für eine verlässliche Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung. Der Ausgang des Geschäftsjahres hänge wesentlich von externen Faktoren ab. Dazu zählen laut O’Leary insbesondere die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, mögliche Risiken bei der Versorgung mit Kerosin sowie dauerhaft hohe Treibstoffpreise für nicht abgesicherte Mengen. Nach Angaben des Unternehmens sind rund 80 Prozent der Treibstoffkosten abgesichert. Mit den Quartalszahlen im Juli erwartet Ryanair mehr Klarheit über die weitere Entwicklung.

Umsatz und Gewinn gestiegen

Im Geschäftsjahr bis Ende März konnte Ryanair Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu. Ausschlaggebend dafür waren eine höhere Zahl an Passagieren sowie gestiegene Ticketpreise. Der Überschuss erhöhte sich um mehr als ein Drittel auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Bereinigt um eine in Italien verbuchte Strafzahlung lag der Gewinn bei 2,26 Milliarden Euro und damit weiterhin über den Erwartungen von Analysten.

(APA/red)

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