Ryanair warnt vor steigenden Ticketpreisen

Die irische Fluggesellschaft rechnet wegen möglicher Kerosin-Lieferengpässe im Mai und Juni mit deutlich höheren Flugpreisen in Europa.

01.04.2026 12:52
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Ryanair-Chef Michael O’Leary hat vor möglichen Engpässen bei der Kerosinversorgung in Europa gewarnt, die sich ab Mai auswirken könnten, sollte der Konflikt im Nahen Osten anhalten. Nach seinen Angaben könnten bis zu 25 Prozent der Kerosinlieferungen für die Airline in den Monaten Mai und Juni gefährdet sein.

Derzeit seien noch keine Flüge gestrichen worden, da die Versorgung für die kommenden Wochen gesichert sei. Dennoch bestehe ein „reales Risiko“ für steigende Flugpreise in den Monaten April bis Juni. O’Leary betonte, dass mögliche Unterbrechungen der Lieferketten die Ticketkosten deutlich erhöhen könnten.

Rund ein Viertel bis ein Drittel des Kerosinbedarfs Europas stammt laut dem Weltluftfahrtverband IATA aus dem Persischen Golf. Damit ist der Kontinent besonders anfällig für Engpässe, falls Lieferungen aufgrund geopolitischer Spannungen unterbrochen werden.

Ryanair selbst gilt als relativ gut abgesichert: Bereits im Januar teilte die Airline mit, rund 80 Prozent ihres Kerosinbedarfs für das laufende Geschäftsjahr, das bis Ende März 2027 reicht, auf Basis eines Rohölpreises von 67 Dollar pro Barrel gedeckt zu haben. Dennoch erwartet O’Leary für den Sommer einen Preisanstieg von über drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gründe seien Kapazitätsengpässe sowie höhere Ölpreise für weniger abgesicherte Wettbewerber.

Die Entwicklungen verdeutlichen, wie stark die europäische Luftfahrt von geopolitischen Krisen und globalen Lieferketten abhängt. Reisende sollten sich auf mögliche Preisanpassungen einstellen, während Airlines gleichzeitig versuchen, die Versorgung und Preise so stabil wie möglich zu halten.

APA/Red.

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