Schwächerer Sommer für Tourismus

Steigende Reisekosten und Einschränkungen im Flugverkehr wegen des Iran-Kriegs bremsen die Nachfrage im Schweizer Tourismus.

22.05.2026 10:08
red04
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Der Schweizer Tourismus rechnet für die Sommersaison 2026 erstmals seit dem Ende der Corona-Pandemie mit einem Rückgang bei den Übernachtungen. Laut einer Prognose von BAK Economics werden rund 24,9 Millionen Nächtigungen erwartet – das entspricht einem Minus von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Als Hauptursache gilt die schwächere Nachfrage aus Fernmärkten, die vor allem durch die Folgen des Iran-Kriegs belastet wird. Neben zeitweisen Luftraumsperrungen verteuern auch gestiegene Öl- und Kerosinpreise internationale Reisen. Besonders betroffen sind asiatische Märkte wie Indien und Südostasien, da wichtige Flugverbindungen über den Nahen Osten eingeschränkt sind.

Mehrere Schweizer Tourismusunternehmen, darunter die Jungfraubahn und die Titlis-Bahnen, hatten bereits vor sinkenden Gewinnen gewarnt. Sie führen dies vor allem auf den Rückgang asiatischer Gäste zurück.

Stabiler zeigt sich dagegen die Nachfrage aus China und den USA. Auch der Inlandstourismus dürfte den Markt teilweise stützen, da viele Reisende wegen höherer Flugpreise eher nähere Reiseziele bevorzugen.

Insgesamt sieht BAK Economics die Schweiz weiterhin als starken Tourismusstandort im Alpenraum. Gleichzeitig gebe es jedoch Unterschiede zwischen den Destinationen, insbesondere kleinere Orte hätten noch Aufholbedarf bei Wettbewerbsfähigkeit und Aufenthaltsdauer der Gäste.

APA/Red.

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