Sektmarkt schwächelt, Prosecco legt wieder zu
Der Sektmarkt verzeichnete 2025 einen leichten Absatzrückgang, während der Umsatz weitgehend stabil blieb.
Das Jahr 2025 brachte für die Sektbranche eine verhaltene Entwicklung. Während der Markt wertmäßig auf dem Niveau des Vorjahres blieb, sank der Absatz um 2,6 Prozent. Trotz dieses Rückgangs behauptete Henkell Freixenet Austria mit einem Marktanteil von 33,6 Prozent weiterhin seine führende Position.
Alkoholfreie Produkte gewinnen an Bedeutung
Ein wachsendes Segment stellt alkoholfreier Sekt dar, dessen Nachfrage laut Unternehmensangaben leicht gestiegen ist – wenn auch von einem niedrigen Ausgangsniveau. Innerhalb des Gesamtmarkts erhöhte sich der Absatzanteil alkoholfreier Schaumweine auf 4,3 Prozent, was einem Plus von 1,2 Prozentpunkten entspricht. Auch innerhalb des Portfolios von Henkell spielt alkoholfreier Sekt eine zunehmende Rolle. Bereits acht Prozent des gesamten Absatzes entfallen auf diese Kategorie. Die Marke Henkell Sekt erreicht dabei einen Umsatzmarktanteil von über 26 Prozent im alkoholfreien Segment.
Prosecco-Markt erholt sich
Nach einem Rückgang im Jahr zuvor verzeichnete der Prosecco-Markt 2025 wieder eine deutliche Erholung. Als wesentlichen Impuls nennt das Unternehmen die zunehmende Beliebtheit der Aperitivo-Kultur. Diese habe die Nachfrage nach entsprechenden Produkten spürbar angekurbelt.
Gesundheitstrends beeinflussen Konsumverhalten
Parallel dazu wirken sich gesellschaftliche Trends hin zu einem bewussteren Lebensstil auf den Markt aus. Stichworte wie „Mindful Drinking“, „Dry January“ oder „Sober October“ stehen für eine wachsende Zurückhaltung beim Alkoholkonsum und fördern die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen. Für die Zukunft kündigt Henkell an, sich verstärkt an aktuellen Konsumtrends zu orientieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weiterentwicklung der Prosecco-Kategorie, der Ausbau der Marke Mionetto sowie Angebote im Bereich alkoholarmer und alkoholfreier Produkte. Darüber hinaus gewinnen Aperitivo-Konzepte und sogenannte Ready-to-Drink-Produkte zunehmend an Bedeutung.
(APA/red)