Semmering-Basistunnel soll früher in Betrieb gehen

Die ÖBB rechnen aktuell mit einer Inbetriebnahme Ende 2029, nachdem zuletzt noch 2030 genannt worden war.

20.05.2026 9:20
red04
© APA/HANS KLAUS TECHT
Durch den Tunnel soll es etwa innerhalb einer Stunde und 50 Minuten von Wien nach Graz gehen.

Der Semmering-Basustunnel, der Niederösterreich mit der Steiermark verbindet, ist am gestrigen Dienstag erstmals von einer offiziellen Delegation vollständig durchfahren worden. Die Fahrt erfolgte mir Kleinbussen durch die Tunnelröhren und nicht auf Schienen, wie die ÖBB mitteilten. Nach Angaben des Unternehmens markiert die Durchfahrt rund 15 Jahre nach dem Baustart einen wichtigen Meilenstein des Infrastrukturprojekts. Die ersten Züge sollen laut aktuellem Zeitplan Ende 2029 durch den Tunnel fahren. Zuletzt war die Inbetriebnahme noch für das Jahr 2030 erwartet worden.

Schnellere Verbindung zwischen Wien und Graz

ÖBB-Chef Andreas Matthä erklärte bei der Fahrt vom niederösterreichischen Gloggnitz ins steirische Mürzzuschlag, dass Wien und Graz ab Ende 2029 in etwa einer Stunde und 50 Minuten miteinander verbunden sein sollen. Die Verkehrsfreigabe des Tunnels war ursprünglich bereits für 2024 vorgesehen gewesen. Im Verlauf des Projekts kam es jedoch mehrfach zu Verzögerungen.

Fokus auf technischer Ausstattung

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) bezeichnete die geplanten schnelleren Verbindungen auf der Südstrecke als Vorteil für Pendler, die Regionen und den Wirtschaftsstandort Österreich. Nachdem Ende 2024 der finale Durchschlag sowie sämtliche Tunnelvortriebe abgeschlossen worden waren, konzentrieren sich die Arbeiten seit dem vergangenen Sommer auf die technische Ausstattung der beiden Tunnelröhren. Dazu zählen unter anderem der Einbau von Gleisen, Leitungen und weiteren technischen Anlagen.

(APA/red)

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