Starbucks verabschiedet sich wieder von KI-System
Nach nur neun Monaten beendet Starbucks den Einsatz einer KI-App zur Inventur in Nordamerika wegen hoher Ungenauigkeiten.
Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat eine erst vor wenigen Monaten eingeführte KI-Anwendung zur Warenbestandserfassung in Nordamerika wieder eingestellt. Grund dafür war nach Angaben aus dem Unternehmen eine hohe Fehlerquote bei der Erkennung von Produkten und Beständen.
Nach neun Monaten gestoppt
Wie aus einem internen Rundschreiben hervorgeht, wurde die KI-gestützte Inventurerfassung zu Beginn der Woche abgeschaltet. Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen bestätigten dies gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Anwendung war erst vor rund neun Monaten eingeführt worden. Ziel war es, die Erfassung von Warenbeständen in den Filialen zu beschleunigen und Lieferengpässe zu reduzieren.
Hoffnung auf weniger Engpässe
Konzernchef Brian Niccol hatte sich von dem Einsatz der Technologie eine bessere Produktverfügbarkeit in den Filialen versprochen. Wiederkehrende Engpässe bei einzelnen Produkten hatten dem Unternehmen zuletzt Probleme bereitet und sich nach Unternehmensangaben auch auf den Umsatz ausgewirkt. Die KI-App sollte dabei helfen, Bestände automatisiert zu erfassen und schneller zu dokumentieren.
Fehler bei Produkterkennung
Nach Informationen von Reuters kam es bei der Nutzung jedoch wiederholt zu Fehlern. So habe die Software ähnliche Milchsorten verwechselt oder Sirupflaschen in Regalen nicht erkannt. Dadurch seien Warenbestände teilweise unzutreffend erfasst worden. Das Unternehmen erklärte auf Anfrage von Reuters, die Abschaltung der Anwendung stehe im Zusammenhang mit einer geplanten Vereinheitlichung der Warenzählung in allen Filialen. Gleichzeitig arbeite Starbucks an häufigeren täglichen Lieferungen sowie weiteren Verbesserungen der Lieferkette. Noch vor wenigen Monaten hatte der Konzern erklärt, der Einsatz der KI habe die Verfügbarkeit von Produkten in den Filialen verbessert.
(APA/red)