Strecke Udine–Tarvis wird jahrelang unterbrochen
Zwischen 2026 und 2028 kommt es auf der Bahnlinie Udine–Tarvis zu wiederholten Sperren
Auf der Bahnstrecke zwischen Udine und Tarvis stehen umfangreiche Bauarbeiten bevor – mit spürbaren Folgen für Reisende und Wirtschaft. Von Sommer 2026 bis 2028 wird die Verbindung immer wieder unterbrochen. Die erste vollständige Sperre ist von 22. August bis 20. September 2026 geplant. Auch in den beiden Folgejahren sind weitere Einschränkungen vorgesehen.
Betroffen sind sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr, wie die Region Friaul-Julisch Venetien mitteilte. Ein Teil der Gütertransporte soll während der Sperrzeiten über den Brenner umgeleitet werden. Dort können pro Woche rund 150 Züge abgewickelt werden – etwa die Hälfte des bisherigen regionalen Aufkommens. Für den verbleibenden Transportbedarf müssen alternative Lösungen entwickelt werden.
Um die wirtschaftlichen Auswirkungen möglichst gering zu halten, arbeitet die Region eng mit der Bahnnetzgesellschaft Rete Ferroviaria Italiana (RFI), Logistikunternehmen und Hafenbetreibern zusammen. Eine eigene Steuerungsgruppe für Transport und Logistik soll kurzfristig eingerichtet werden, um Lieferketten rechtzeitig neu zu organisieren und Engpässe zu vermeiden.
Auch für Pendlerinnen und Pendler sind Ersatzmaßnahmen geplant. In Abstimmung mit Trenitalia soll ein Runder Tisch konkrete Lösungen erarbeiten. Während der Sperren werden voraussichtlich Ersatzbusse auf der gesamten Strecke eingesetzt, um die Mobilität der Bevölkerung sicherzustellen und die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.
Die Modernisierung gilt als wichtiger Schritt für die langfristige Leistungsfähigkeit des Alpenkorridors – kurzfristig verlangt sie jedoch Geduld und flexible Planung von Wirtschaft und Reisenden gleichermaßen.
APA/Red.