Streit um Kollektivvertrag im Tourismus
Verhandlungen bleiben ergebnislos, Kritik an fehlenden Verbesserungen für Beschäftigte.
Die Verhandlungen zum Kollektivvertrag im Hotel- und Gastgewerbe sind auch in der zweiten Runde ohne Einigung geblieben. Die Gewerkschaft vida wirft der Wirtschaftskammer Österreich vor, notwendige Verbesserungen bei Löhnen und Überstunden zu blockieren.
Laut vida liegt das Angebot der Arbeitgeber bei rund drei Prozent Lohnerhöhung und damit unter der aktuellen Inflation. Besonders kritisiert wird, dass strengere Regeln für die Bezahlung von Überstunden abgelehnt werden. Dazu zählen höhere Zuschläge bei verspäteter Auszahlung sowie längere Fristen, um Ansprüche geltend zu machen.
Die Gewerkschaft sieht darin eine Benachteiligung der Beschäftigten, da Überstunden in der Branche häufig anfallen und teilweise nicht vollständig bezahlt werden. Auch die Arbeiterkammer verweist auf Probleme wie unbezahlte Mehrarbeit.
Aus Sicht von vida würden fehlende Regelungen nicht nur Arbeitnehmer treffen, sondern auch faire Betriebe benachteiligen, während problematische Unternehmen geschützt würden. Die Gewerkschaft zeigt sich weiterhin verhandlungsbereit und wartet auf neue Vorschläge der Arbeitgeberseite.
APA/Red