Swiss baut Langstreckenangebot aus

Swiss erweitert im Winter 2026/27 ihr Langstreckennetz um eine neue Verbindung nach Bangalore, passt gleichzeitig aber das Gesamtangebot leicht nach unten an.

19.05.2026 13:37
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Parallel zur Netzerweiterung treibt Swiss den Ausbau ihrer Langstreckenflotte voran.

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines baut ihr Langstreckenangebot im Winterflugplan 2026/27 um eine neue Destination in Indien aus. Erstmals wird die südindische Metropole Bangalore direkt ab Zürich bedient. Die Verbindung ist fünfmal pro Woche vorgesehen und ergänzt die bestehenden Indien-Ziele Mumbai und Delhi. Trotz der neuen Strecke fällt das Gesamtangebot der Airline im Langstrecken- und Europaverkehr insgesamt leicht geringer aus.

Fokus auf Geschäftsreiseverkehr

Swiss-Chef Jens Fehlinger begründet die Aufnahme der Verbindung nach Bangalore mit einer steigenden Nachfrage im Geschäftsreiseverkehr. Die Stadt habe sich zu einem wichtigen Hightech- und Innovationsstandort entwickelt, an dem sich zahlreiche europäische Unternehmen angesiedelt hätten. Häufig wird Bangalore auch als „Silicon Valley Indiens“ bezeichnet.

Historische Verbindung

Eine indirekte Verbindung zwischen der Schweiz und Bangalore besteht auch über die Flughafeninfrastruktur. Der heutige Kempegowda International Airport wurde in seiner Entwicklung ursprünglich unter Beteiligung des Flughafen Zürich AG aufgebaut. Die Beteiligung begann 2001. Der Flughafen Zürich hielt später noch Anteile, die 2016 vollständig veräußert wurden.

Ausbau der Airbus-A350-Flotte

Parallel zur Netzerweiterung treibt Swiss den Ausbau ihrer Langstreckenflotte voran. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt fünf Flugzeuge des Typs Airbus A350 im Einsatz stehen. Neben bereits geplanten Strecken nach Boston und Seoul wird das Muster im Winterflugplan neu auch nach Johannesburg eingesetzt. Ab September ist zudem ein regulärer Einsatz nach Shanghai vorgesehen.

Angebotsentwicklung ab Zürich und Genf

Ab Zürich umfasst der Winterflugplan 2026/27 insgesamt 60 Ziele in Europa sowie 24 interkontinentale Destinationen. Im Vorjahr waren es noch 63 europäische und 23 Langstreckenziele gewesen. Am Standort Genf wird das Angebot weiter reduziert. Neben der Verbindung nach New York bleiben dort noch 15 Kurzstreckenziele bestehen, nach zuvor 20. Bereits im Sommerflugplan 2026 hatte Swiss das Angebot ab Genf deutlich eingeschränkt. Als Grund für die Reduktionen in Genf verweist die Airline weiterhin auf Engpässe bei Ersatzteilen für die Airbus A220-Flotte. Dadurch kommt es zu Anpassungen im Streckennetz. Der Winterflugplan 2026/27 gilt vom 25. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027.

(APA/red)

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