Tourismus kämpft mit sinkenden Gewinnen

Steigende Kosten belasten die Ertragslage vieler Betriebe, während sich der Arbeitskräftemangel leicht entspannt.

03.06.2026 10:05
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Die wirtschaftliche Stimmung in Österreichs Tourismusbranche hat sich weiter eingetrübt. Das geht aus dem aktuellen Tourismusbarometer von Deloitte und der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervor. Trotz guter Buchungszahlen und hoher Auslastung sehen sich viele Betriebe mit sinkenden Gewinnen konfrontiert.

Hauptgrund dafür sind steigende Betriebs-, Energie- und Personalkosten sowie eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung. Zusätzlich sorgen geopolitische Unsicherheiten für wirtschaftlichen Druck. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verschlechterung der Lage.

Obwohl die Zahl der Nächtigungen steigt, bleibt bei vielen Betrieben weniger Gewinn übrig als erwartet. Laut Studie entwickelte sich der Gewinn bei jedem zweiten Unternehmen in den vergangenen drei Jahren schwächer als der Umsatz. Gleichzeitig achten Gäste verstärkt auf ihre Ausgaben und sparen häufiger bei Restaurantbesuchen, Wellnessangeboten oder zusätzlichen Dienstleistungen.

Als Reaktion setzen viele Unternehmen auf Kostensenkungen und effizientere Abläufe. Mehr als zwei Drittel der Betriebe haben ihr Geschäftsmodell bereits angepasst oder planen entsprechende Maßnahmen.

Etwas verbessert hat sich die Situation am Arbeitsmarkt. Der Personalmangel wird von den Unternehmen zwar weiterhin als Herausforderung gesehen, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften wird jedoch besser bewertet als noch im Vorjahr. Dennoch haben rund sechs von zehn Betrieben derzeit offene Stellen zu besetzen.

Die Branchenvertreter sehen angesichts der anhaltenden Belastungen Reformbedarf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern, seien strukturelle Verbesserungen und eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts notwendig.

APA/Red.

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