TUI senkt Gewinnprognose wegen Iran-Konflikt
Der Reisekonzern TUI korrigiert seine Gewinnprognose nach unten, da der Iran-Krieg die Nachfrage und Buchungen spürbar belastet.
Der Reiseveranstalter TUI passt seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten an. Hintergrund sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten, der zu einer spürbaren Zurückhaltung bei Reisenden führt. Auch kurzfristigere Buchungen erschweren eine verlässliche Planung für die kommende Sommersaison.
Das Unternehmen rechnet nun mit einem operativen Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro und liegt damit unter bisherigen Erwartungen. Eine konkrete Umsatzprognose wurde vorerst ausgesetzt, da die Entwicklung der Nachfrage stark von geopolitischen Rahmenbedingungen abhängt.
An der Börse reagierten Anleger negativ auf die Anpassung der Prognose, der Aktienkurs gab deutlich nach. Besonders auffällig ist laut Unternehmensführung, dass die aktuelle Unsicherheit vor allem die Nachfrage belastet und weniger die steigenden Kosten, etwa für Treibstoff.
Trotz der Herausforderungen verzeichnete TUI im Winterhalbjahr noch eine positive Ergebnisentwicklung, unter anderem durch interne Umstrukturierungen. Belastungen entstanden jedoch durch den Konflikt, etwa durch die Rückholung von Tausenden Reisenden aus der Krisenregion.
Auch im Kreuzfahrtgeschäft kam es zu Einschränkungen, nachdem mehrere Schiffe zeitweise in Häfen festgesetzt waren und Reisen abgesagt werden mussten. Insgesamt zeigen sich zudem rückläufige Buchungen für beliebte Reiseländer wie die Türkei, Zypern und Ägypten, während sich die Nachfrage teilweise in andere Mittelmeerregionen verlagert.
Das Unternehmen betont dennoch seine solide finanzielle Basis und verweist auf umfangreiche Absicherungen bei Treibstoffkosten sowie eine grundsätzlich stabile operative Aufstellung.
APA/Red.
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