Turkish Airlines stellt Frachtflüge ab Linz ein

Der Linzer Flughafen verliert eine seiner wichtigsten Cargo-Verbindungen, während alternative Routen über Wien und Budapest eingerichtet werden sollen.

03.03.2026 12:06
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Die Flüge nach Istanbul galten als wichtiger Bestandteil der Frachtaktivitäten am Linzer Flughafen.

Der Flughafen Linz steht erneut vor wirtschaftlichen Herausforderungen: Die Fluggesellschaft Turkish Airlines zieht ihre Frachtmaschinen der Marke Turkish Cargo zum Ende dieses Monats aus Linz ab. Diese Verbindung brachte bislang Waren mehrere Male pro Woche zwischen Oberösterreich und der Türkei und machte einen erheblichen Teil des Frachtaufkommens am Standort aus.

Auswirkungen auf Frachtverkehr

Die Flüge nach Istanbul galten als wichtiger Bestandteil der Frachtaktivitäten am Linzer Flughafen. Sie wurden regelmäßig durchgeführt und trugen bis zu einem Viertel aller Cargo-Landungen bei. Die Entscheidung von Turkish Airlines, diese Maschinen künftig nicht mehr ab Linz einzusetzen, bedeutet daher einen spürbaren Rückgang im operativen Geschäft. Nach Angaben des Flughafenmanagements sollen die Frachtgüter zunächst über alternative Routen abgewickelt werden: Die Fracht wird demnach nach Wien beziehungsweise Budapest transportiert, wo sie weiter per Flugzeug befördert wird. Trotz des Rückzugs der Flugverbindung soll das Gesamtvolumen der Fracht nicht verloren gehen.

Hoffnung auf Rückkehr der Flüge

Bei Verantwortlichen am Flughafen Linz besteht die Erwartung, dass die Verbindung mit dem kommenden Winterflugplan wieder angeboten werden könnte. Bis dahin bleibt jedoch unklar, ob und in welchem Umfang Turkish Cargo erneut Linz anfliegen wird. Der Linzer Flughafen hatte bereits in den vergangenen Jahren mit Verlusten zu kämpfen. Die Streichung der Frachtflüge verschärft die Lage weiter. Die strukturellen Herausforderungen des Flughafens – darunter rückläufige Passagierzahlen, sinkende Linienverbindungen und hohe Investitionen in die Infrastruktur – bleiben bestehen. Die Streichung der Turkish-Cargo-Flüge verdeutlicht dabei die Abhängigkeit des Flughafens von einzelnen internationalen Partnern.

(red)

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