Verkehrsbüro investiert in neue Hotelmarken

Mit umfangreichen Renovierungen und neuen Franchisepartnern will das Verkehrsbüro seine Hotellerie neu aufstellen und bis 2030 wieder wachsen.

05.10.2026 10:08
red04
© APA/GEORG HOCHMUTH
Verkehrsbüro-CEO Martin Winkler

Das Verkehrsbüro baut seine Hotellerie um. Dutzende Millionen Euro fließen in die Renovierung der Häuser, gleichzeitig verabschiedet sich der Konzern schrittweise von der Marke Austria Trend. Die Hotels sollen künftig unter den Marken der internationalen Hotelgruppen Accor, Hilton und Marriott geführt werden. „Wir befinden uns in einer Transformationsphase“, sagte Verkehrsbüro-CEO Martin Winkler zur APA. Nach dem bereits erneuerten Hotel Astoria in Wien stehen weitere Häuser vor dem Markenwechsel. Als Nächstes folgen das Hotel Europa Salzburg, danach das Europa Wien, das Lindner Hotel Wien Am Belvedere und das Austria Trend Hotel Ananas. Für die kommenden Umbauten sind jährlich 10 bis 20 Mio. Euro vorgesehen.

Internationale Marken statt Austria Trend

Das Verkehrsbüro bleibt Betreiber der Hotels, auch die Mitarbeiter bleiben beim Konzern. Geändert wird vor allem das Markendach. Nach Jahren der Konsolidierung habe man sich für das Franchisemodell entschieden, erklärt Winkler. Von den internationalen Hotelgruppen verspricht sich das Unternehmen unter anderem eine höhere Wertschöpfung, stabilere Durchschnittspreise und zusätzliche Gäste über die Bonusprogramme der Ketten. Das Hotel Astoria läuft bereits unter der Hilton-Marke Curio Collection. In die Renovierung flossen laut Winkler 16 Mio. Euro. 2027 sollen die beiden Hotels Europa in Wien und Salzburg folgen, das Hotel Ananas ist für einen umfassenden Umbau 2028/29 vorgesehen. Damit soll die Marke Austria Trend auslaufen.

Stadthotellerie bleibt herausfordernd

Die Nachfrage sei insgesamt in Ordnung, gleichzeitig fehlten heuer Gäste aus dem Nahen Osten und es gebe Preisdruck. Die Folgen des Iran-Kriegs waren laut Winkler auch bei den internationalen Flugverbindungen spürbar. Nach Stornierungen habe sich die Nachfrage seit dem Sommer wieder erholt. Steigende Energie-, Pacht- und Personalkosten sowie höhere Instandhaltungskosten belasten die Hotels zusätzlich. Die sommerlichen Hitzewellen hätten die Nachfrage in der Stadthotellerie ebenfalls gedämpft. Parallel zur Modernisierung plant das Verkehrsbüro weiteres Wachstum. Bis 2030/31 soll das Hotelportfolio wieder auf rund 35 Häuser wachsen. Dabei stehe profitables Wachstum vor einer möglichst schnellen Expansion. 2025 erzielte das Verkehrsbüro mit rund 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 548,1 Mio. Euro. Rund 160 Mio. Euro entfielen auf die Hotellerie, die laut Unternehmensangaben um knapp zehn Prozent zulegte. Seit 2024 befinde sich der Konzern in einer Transformationsphase, die noch drei bis vier Jahre dauern werde, so Winkler.

(APA/red)

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