Luftfahrt erhält im Doppelbudget 60 Mio. Euro

Angesichts geopolitischer Unsicherheiten stellt der Bund der österreichischen Luftfahrtbranche zusätzliche Mittel bereit.

22.06.2026 15:07
red04
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Über die konkrete Verwendung der Mittel wurde noch keine Entscheidung getroffen.

Die Bundesregierung plant, die österreichische Luftfahrtbranche im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028 finanziell zu unterstützen. Wie das Verkehrsministerium am heutigen Montag gegenüber der APA mitteilte, sollen dem Sektor in den beiden Jahren jeweils 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Insgesamt sind damit 60 Millionen Euro vorgesehen. Über die konkrete Verwendung der Mittel wurde noch keine Entscheidung getroffen. Diese soll bis Ende September fallen.

Reaktion auf geopolitische Unsicherheiten

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sollen die bereitgestellten Gelder dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit des österreichischen Luftverkehrsstandorts gegenüber geopolitischen und energiepolitischen Entwicklungen zu erhöhen. Zudem soll es möglich sein, auf Versorgungsengpässe und Marktstörungen rasch zu reagieren. Das Ressort kündigte an, dazu einen strukturierten Dialog mit Fluggesellschaften, Flughäfen und weiteren Vertretern der Branche zu starten. Hintergrund sind unter anderem jüngste Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, der sowohl steigende Ölpreise als auch Sorgen über mögliche Engpässe bei der Versorgung mit Kerosin ausgelöst hatte.

Branche fordert Senkung der Flugabgabe

Vertreter der Luftfahrtbranche begrüßten die angekündigte Unterstützung. Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) sowie der Flughafen Wien sprachen sich dafür aus, die Mittel zur Senkung der Flugabgabe einzusetzen. Die AÖV verweist darauf, dass Österreich bei der Besteuerung von Kurzstreckenflügen im europäischen Vergleich zu den Ländern mit den höchsten Abgaben zähle. Gleichzeitig würden zahlreiche EU-Staaten keine entsprechende Abgabe einheben. Dies erschwere es österreichischen Flughäfen, im Wettbewerb um neue Flugverbindungen attraktiv zu bleiben.

Flughafen Wien sieht wichtigste Maßnahme

Die Vorstände des Flughafens Wien, Julian Jäger und Günther Ofner, sehen in einer Reduzierung der Flugabgabe einen wesentlichen Schritt zur Stärkung der heimischen Luftfahrt. Davon könnten ihrer Ansicht nach auch der Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich profitieren. Über die für den Luftverkehr vorgesehenen 60 Millionen Euro hatte zuvor bereits die Kronen Zeitung berichtet.

(APA/red)

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