Urlaub bleibt für viele unerschwinglich

Mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland können sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten – besonders betroffen sind Alleinerziehende.

23.06.2026 10:54
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Für viele Menschen in Deutschland bleibt ein Urlaub auch 2025 finanziell außer Reichweite. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes lebte gut jede fünfte Person – rund 17,3 Millionen Menschen beziehungsweise 21 Prozent der Bevölkerung – in einem Haushalt, der sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten kann. Damit hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert.

Besonders häufig betroffen sind Alleinerziehende. In dieser Gruppe gaben 39 Prozent an, dass die finanziellen Mittel für eine einwöchige Reise fehlen.

Im europäischen Vergleich steht Deutschland dennoch besser da als der Durchschnitt der Europäischen Union. Laut Eurostat konnten sich 2025 EU-weit rund 28 Prozent der Menschen keine einwöchige Urlaubsreise leisten.

Die größten finanziellen Hürden für einen Urlaub bestehen in Rumänien, wo 61 Prozent der Bevölkerung auf eine einwöchige Reise verzichten müssen. Es folgen Griechenland mit 47 Prozent sowie Bulgarien und Ungarn mit jeweils 39 Prozent. Am geringsten ist die Betroffenheit in Luxemburg (11 Prozent), Schweden (12 Prozent) und den Niederlanden (13 Prozent).

In Österreich lag der Anteil der Menschen, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten können, bei 18 Prozent und damit etwas unter dem deutschen Wert.

Die Zahlen verdeutlichen, dass Urlaubsreisen für einen beträchtlichen Teil der europäischen Bevölkerung trotz wirtschaftlicher Erholung und steigender Einkommen weiterhin keine Selbstverständlichkeit sind.

APA/Red.

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