Flughafen Wien prüft angeblichen Cyberangriff

Eine Hackergruppe will Daten des Flughafens Wien erbeutet haben und bietet diese nach eigenen Angaben im Darknet zum Verkauf an.

24.06.2026 15:36
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Die Gruppe gibt an, mehr als eine halbe Million E-Mails sowie über 4.470 Dateien gestohlen zu haben.

Eine Cyberkriminellen-Gruppe behauptet, Daten des Flughafens Wien erbeutet zu haben. Darüber berichteten mehrere Medien, darunter die Online-Ausgaben der Kronen Zeitung und des Standard. Nach Angaben der Gruppe mit dem Namen „Bashe“ sollen zahlreiche Datensätze entwendet worden sein, die nun im Darknet zum Verkauf angeboten werden. Den Berichten zufolge soll die Hackergruppe dem Flughafen Wien eine Frist gesetzt haben, die Daten zurückzukaufen, bevor diese veröffentlicht werden. Das Unternehmen weist jedoch die Darstellung einer umfassenden Cyberattacke zurück.

Zweifel an den Angaben der Hacker

Die Gruppe gibt an, mehr als eine halbe Million E-Mails sowie über 4.470 Dateien gestohlen zu haben. Der Standard berichtet jedoch zugleich von erheblichen Zweifeln an diesen Behauptungen. Als Nachweis für den angeblichen Angriff sollen im Darknet Dokumente veröffentlicht worden sein, die mit dem Frachtverkehr des Flughafens in Zusammenhang stehen.

Flughafen spricht von alten Frachtdokumenten

Flughafen-Sprecher Peter Kleemann bestätigte gegenüber der APA, dass Dokumente im Internet aufgetaucht seien. Dabei handle es sich jedoch um alte Unterlagen aus dem Jahr 2025. Laut Kleemann seien dies „alte und bedeutungslose Aufstellungen zur Verladung von Frachtgütern in Flugzeugen“. Nach Angaben des Flughafens gibt es keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb. Der Flugbetrieb verlaufe planmäßig. Zudem seien nach aktuellem Kenntnisstand weder passagierbezogene Daten noch betriebskritische Informationen betroffen.

Ermittlungen laufen

Die bislang veröffentlichten Dokumente dürften laut Flughafen aus einem einzelnen E-Mail-Postfach stammen. Kontaktaufnahmen oder Forderungen der Hackergruppe habe es bisher nicht gegeben. Der Flughafen Wien arbeite derzeit an der Aufklärung des Vorfalls und stehe mit den zuständigen Behörden in Verbindung. Zusätzlich seien neben der eigenen IT-Abteilung auch externe Cybersecurity-Experten eingebunden worden, erklärte Kleemann.

(APA/red)

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