EU überprüft Eigentumsregeln für Airlines

Die EU will die Eigentumsregeln für Fluggesellschaften präzisieren und den Einfluss von Investoren aus Nicht-EU-Staaten begrenzen.

23.07.2026 9:30
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Die Europäische Union bereitet nach Angaben eines Insiders eine Überarbeitung der Vorgaben für die Eigentumsverhältnisse bei Fluggesellschaften vor. Ziel sei es, die Kontrolle europäischer Airlines durch Investoren aus Nicht-EU-Staaten zu verhindern und die strategische Autonomie der EU zu stärken. Die Überprüfung werde voraussichtlich im Herbst erfolgen, sagte der EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.

Bestehende Vorgaben sollen konkretisiert werden

Derzeit müssen Fluggesellschaften in der EU zu mindestens 51 Prozent im Besitz europäischer Eigentümer sein. Vergleichbare Regelungen existieren auch in anderen Regionen der Welt und sollen sicherstellen, dass Sicherheits- und wirtschaftspolitische Interessen im Luftverkehr gewahrt bleiben. Nach Angaben des Insiders soll die geplante Überprüfung insbesondere mehr Klarheit darüber schaffen, welche Eigentums- und Unternehmensstrukturen mit den geltenden Vorschriften vereinbar sind.

Auswirkungen auf EasyJet-Übernahme möglich

Von den geplanten Klarstellungen könnten auch die laufenden Überlegungen rund um den britischen Billigflieger EasyJet betroffen sein. Um das Unternehmen konkurrieren derzeit die US-Beteiligungsgesellschaften Apollo Global Management und Castlelake. EasyJet hat seinen Ursprung zwar in Großbritannien, verfügt für sein Europageschäft jedoch über eine EU-Betriebsgenehmigung durch einen zusätzlichen Unternehmenssitz in Österreich. Bislang ist unklar, wie die US-Investoren im Fall einer Übernahme die EU-Vorgaben zu Eigentum und Kontrolle erfüllen würden.

Gespräche mit Behörden bislang ausgeblieben

Nach Angaben des EU-Vertreters haben weder die Kaufinteressenten noch EasyJet ihre Pläne bislang mit den zuständigen Regulierungsbehörden in Brüssel erörtert. Apollo und EasyJet lehnten eine Stellungnahme ab. Castlelake reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

(APA/red)

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