Österreich und Griechenland kooperieren

Österreich und Griechenland wollen im Tourismus künftig enger zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen für Fachkräfte und nachhaltige Entwicklung finden.

27.07.2026 11:21
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Österreich könne von griechischen Ansätzen etwa beim Agrotourismus, in der Gastronomie, beim barrierefreien Tourismus und bei regionalen Beobachtungsstellen für nachhaltige Tourismusentwicklung lernen.

Österreich und Griechenland wollen im Bereich Tourismus künftig enger zusammenarbeiten. Das war ein zentrales Thema eines Treffens von Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) mit der griechischen Tourismusministerin Olga Kefalogianni in Salzburg. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um Arbeitskräfte, nachhaltige Entwicklung und die Zukunft touristischer Angebote.

Fachkräfte und Arbeitsmarkt im Fokus

Ein Schwerpunkt der Gespräche war die Sicherung von Fachkräften im Tourismus. Im vergangenen Jahr waren rund 2.000 Menschen aus Griechenland in Österreich in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie tätig. Zehetner sieht Potenzial für eine stärkere Zusammenarbeit der Arbeitsmarktservices beider Länder sowie für eine bessere Nutzung des europäischen EURES-Netzwerks zur Vermittlung von Arbeitskräften. „Tourismus ist ein Menschenbusiness“, erklärte Zehetner laut einer Aussendung. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter seien eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche Betriebe und eine funktionierende Tourismuswirtschaft. Der Wettbewerb um Fachkräfte werde daher zunehmend zu einer europäischen Herausforderung. Über ein neues digitales Vermittlungssystem des Arbeitsmarktservice sollen künftig Bewerber, Unternehmen und Arbeitsmarktstellen besser miteinander vernetzt werden. Erste Pilotprojekte mit Griechenland und Zypern sind für Sommer und Herbst geplant. Zudem wird eine Rekrutierungsveranstaltung in Griechenland vorbereitet, um Mitarbeiter für die Wintersaison 2025/26 zu gewinnen.

Gemeinsame Ansätze für Tourismus der Zukunft

Neben dem Arbeitsmarkt waren auch die Verlängerung der Tourismussaison, nachhaltige Entwicklung und die Akzeptanz des Tourismus in den Regionen Thema der Gespräche. Dabei ging es unter anderem um Digitalisierung, Infrastruktur und neue Konzepte für touristische Angebote. Zehetner betonte, dass Ganzjahrestourismus Betrieben mehr Planungssicherheit, stabilere Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung in den Regionen ermöglichen könne. Ziel sei nicht eine möglichst hohe Zahl an Gästen, sondern eine bessere Nutzung bestehender Angebote und Infrastruktur sowie eine Weiterentwicklung der touristischen Konzepte.

Bergtourismus und Nachhaltigkeit

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums kann Griechenland von Österreichs Erfahrungen im Bergtourismus, bei ganzjährigen Angeboten sowie im Bereich touristischer Infrastruktur und nachhaltiger Mobilität profitieren. Gleichzeitig könne Österreich von griechischen Ansätzen etwa beim Agrotourismus, in der Gastronomie, beim barrierefreien Tourismus und bei regionalen Beobachtungsstellen für nachhaltige Tourismusentwicklung lernen.

Europäische Zusammenarbeit als Ziel

Zehetner verwies darauf, dass viele Herausforderungen im Tourismus mittlerweile über nationale Grenzen hinausgehen. Themen wie Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Akzeptanz des Tourismus in den Regionen seien gemeinsame europäische Aufgaben. Österreich wolle daher weiterhin mit internationalen Partnern wie Griechenland zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen der Branche entwickeln.

(APA/red)

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