Flüge führen Liste der Urlaubsärgernisse an

Flugreisen waren im Sommer 2026 der häufigste Grund für Beschwerden von Urlaubern, gefolgt von Problemen mit Unterkünften und Mietwagen.

15.09.2026 11:38
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Mit 45 Prozent entfiel fast jede zweite Beschwerde auf Flugreisen.

Flugreisen waren im Sommer 2026 der häufigste Grund für Beschwerden von Urlaubern. Das zeigt eine Analyse des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag der Arbeiterkammer (AK). Dafür wurden 544 Reisebeschwerden aus der Zeit von Anfang Juli bis Ende August ausgewertet.

Fluggebühren sorgen für Ärger

Mit 45 Prozent entfiel fast jede zweite Beschwerde auf Flugreisen. Mehr als zwei Drittel der Fluganfragen betrafen Änderungen bei Flugzeiten oder Fluglinien. Rund 30 Prozent bezogen sich auf Zusatzgebühren des Billigfliegers Ryanair, die der Oberste Gerichtshof (OGH) nachträglich als unzulässig eingestuft hatte und die daher zurückgefordert werden können. Weitere Beschwerden betrafen Gepäckprobleme (15 Prozent), annullierte Flüge (neun Prozent) und Verspätungen (sechs Prozent). Auch bei den genannten Unternehmen lag Ryanair mit 191 negativen Nennungen an der Spitze. Dahinter folgten Booking.com mit 70 und Opodo mit 24 Nennungen.

Unterkunft entspricht nicht der Buchung

Auf Platz zwei der Beschwerdegründe lagen Unterkünfte mit rund 20 Prozent. Beanstandet wurden vor allem Abweichungen von der gebuchten Leistung sowie mangelnde Sauberkeit und Hygiene. Die Beschwerden reichten von Schimmel und Ungeziefer bis zu fehlendem Meerblick. Rund zwölf Prozent der Anfragen entfielen auf Mietwagen sowie Bahn-, Bus- und Schiffsreisen. Häufig ging es um überraschende Zusatzkosten und andere Preisprobleme. Weitere Beschwerden betrafen unter anderem unklare Informationen zu Mautgebühren sowie nachträglich behauptete Schäden an Mietautos.

Probleme auch bei Buchungsportalen

Rund zehn Prozent der Beschwerden bezogen sich auf Onlinevermittlungsportale. Dabei ging es unter anderem um fehlerhafte Informationen, unerwünschte Prime-Mitgliedschaften bei Opodo und ausbleibende Rückerstattungen. Pauschalreisen und Kreuzfahrten machten rund fünf Prozent der Beschwerden aus. Genannt wurden unter anderem nicht erbrachte Transfers zwischen Inseln sowie verlorenes Gepäck. Weitere acht Prozent entfielen auf sonstige Reiseleistungen, etwa Inkassoforderungen im Zusammenhang mit Mautgebühren. Die beliebtesten Reiseländer der Beschwerdeführer waren Spanien, Italien und Österreich. Rund 95 Prozent der Buchungen erfolgten online.

(PA/red)

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