Air Baltic streicht bis zu 700 Stellen
Die lettische Airline Air Baltic verkleinert ihre eigene Flotte und plant zugleich einen deutlichen Stellenabbau.
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic plant im Zuge ihrer Sanierung einen deutlichen Stellenabbau. Von den rund 3.000 Arbeitsplätzen könnten 500 bis 700 wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig soll das Geschäftsmodell stärker auf langfristige Kooperationen mit anderen Airlines ausgerichtet werden. Geplant ist eine kleinere eigene Flotte von Airbus A220-300. Gleichzeitig will Air Baltic die Zahl der ganzjährigen ACMI-Partnerschaften ausbauen. Bei solchen Wet-Lease-Vereinbarungen stellt eine Fluggesellschaft einer anderen Flugzeuge samt Besatzung zur Verfügung. Für die Swiss waren zuletzt fünf A220-300 von Air Baltic im Einsatz.
Weniger eigene Flotte, mehr Kooperationen
Von den geplanten Einschnitten sind die Standorte Riga, Vilnius und Tallinn betroffen. Mit den Gewerkschaften wird unter anderem über eine geringere Auslastung von Piloten und Kabinenpersonal verhandelt. Die neue Organisationsstruktur soll bis Mitte Oktober feststehen. Der aktuelle Flugplan soll von den Maßnahmen nicht betroffen sein. Air Baltic will mit dem Stellenabbau und der Neuausrichtung die Kosten senken und die finanzielle Situation stabilisieren. Die Airline befindet sich derzeit in einem Sanierungsverfahren nach dem US-Insolvenzrecht Chapter 11.
(APA/red)
