Neuer Eigentümer für die Rudolfshütte
Eine neu gegründete Wiener Gesellschaft hat das Berghotel Rudolfshütte und rund 80 Prozent der Anteile an der Weißsee-Gletscherwelt übernommen.

Das Berghotel Rudolfshütte in den Hohen Tauern hat einen neuen Eigentümer. Der Salzburger Hotelier Wilfried Holleis verkaufte den auf 2.315 Metern gelegenen Betrieb Ende Juli an die Wiener Tebulosmta GmbH. Mit dem Hotel wechselten auch rund 80 Prozent der Anteile an der Weißsee-Gletscherwelt GmbH, die die Lifte des Skigebiets betreibt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion erfolgte offenbar sehr diskret. Laut Salzburger Nachrichten sollen selbst zentrale Vertreter der regionalen Wirtschafts- und Seilbahnbranche nichts von dem Eigentümerwechsel gewusst haben. Die Tebulosmta GmbH war erst im Sommer gegründet worden und hat ihren Sitz im ersten Wiener Gemeindebezirk.
Zukunft des Betriebs bleibt offen
Holleis äußerte sich gegenüber den Salzburger Nachrichten zurückhaltend und erklärte lediglich, dass „noch nicht alles in trockenen Tüchern“ sei. Was damit gemeint ist, blieb offen. Auch der Uttendorfer Bürgermeister Hannes Lerchbaumer wollte sich nicht näher zum neuen Eigentümer äußern. Die Gemeinde hält derzeit noch acht Prozent an der Bergbahngesellschaft. Ob sie diesen Anteil ebenfalls verkaufen wird, sei noch nicht besprochen. Lerchbaumer geht allerdings davon aus, dass die bisherigen Ausbaupläne umgesetzt werden und Hotel und Seilbahn wie gewohnt weitergeführt werden.
Einst stand die Schließung im Raum
Der Eigentümerwechsel kommt rund zwei Jahre nach einer angekündigten Schließung. Holleis hatte damals erklärt, den Winterbetrieb der Rudolfshütte sowie die Bergbahn einstellen zu wollen. Als Gründe nannte er die wirtschaftliche Situation und fehlende Unterstützung durch Landespolitik und Landesumweltanwaltschaft. Nur wenige Wochen später kam es zur Kehrtwende. Gemeinde, Tourismusverband Uttendorf und das Land Salzburg stellten gemeinsam 350.000 Euro zur Verfügung, sodass der Winterbetrieb fortgesetzt werden konnte. Gleichzeitig begann die Suche nach einem Investor. Inzwischen war auch der von Holleis geforderte Ausbau des Betriebs genehmigt worden. Mit dem Eigentümerwechsel stellt sich nun die Frage, wie diese Pläne unter dem neuen Betreiber weitergeführt werden.
(APA/red)