Deutsche Bahn baut Zugverbindungen aus
Mehr Reisende nutzen grenzüberschreitende Bahnangebote – neue Direktverbindungen sollen den Europaverkehr weiter stärken.
Die Deutsche Bahn verzeichnet steigende Fahrgastzahlen im internationalen Fernverkehr und plant deshalb den Ausbau ihrer Europastrecken. Laut Fernverkehrsvorstand Michael Peterson nutzten im vergangenen Jahr rund 25 Millionen Reisende grenzüberschreitende Verbindungen – etwa 30 Prozent mehr als noch 2019.
Besonders gefragt waren Verbindungen zwischen München und Zürich sowie zwischen Frankfurt am Main und Paris oder Köln und Brüssel. Die Bahn sieht darin großes Wachstumspotenzial, da immer mehr Menschen längere Zugreisen akzeptieren und die direkte Anbindung der Innenstädte schätzen.
Für die kommenden Monate sind mehrere neue oder ausgeweitete Verbindungen geplant. Ab Juni wird die Strecke zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg und Berlin häufiger bedient. Zusätzlich sollen im Sommer direkte ICE-Verbindungen bis an die belgische Küste sowie samstags eine Direktfahrt von Frankfurt nach Bordeaux angeboten werden. Ab September sind außerdem neue ICE-Verbindungen zwischen Köln und Antwerpen geplant. Für 2027 arbeitet die Bahn gemeinsam mit Partnern an einer Direktverbindung zwischen München, Mailand und Rom.
Nach Einschätzung der Bahn sorgen auch hohe Spritpreise dafür, dass mehr Menschen auf die Bahn umsteigen. Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, im Fernverkehr ausschließlich Ökostrom zu nutzen und damit weniger abhängig von fossilen Energien zu sein.
Bei der Pünktlichkeit gab es zuletzt leichte Verbesserungen. Im April erreichten 64,4 Prozent der Fernverkehrszüge ihr Ziel pünktlich – mehr als in den Wintermonaten zuvor.
APA/Red.