Erstmals Frau an Spitze des Welt-Airline-Verbandes

Die Ökonomin Saadia Zahidi übernimmt im November die Leitung des Welt-Airline-Verbandes IATA und schreibt damit Verbandsgeschichte.

24.07.2026 10:03
red04
© Fabrice COFFRINI / AFP
Saadia Zahidi

Die schweizerisch-pakistanische Ökonomin Saadia Zahidi wird neue Generaldirektorin des Welt-Airline-Verbandes IATA. Das teilte die Organisation am gestrigen Donnerstag mit. Die 1980 geborene Wirtschaftswissenschaftlerin soll ihr Amt am 1. November antreten und wird damit Nachfolgerin des Iren Willie Walsh.

Erste Frau an der Spitze der IATA

Mit Zahidis Ernennung wird erstmals in der Geschichte der International Air Transport Association (IATA) eine Frau die Organisation führen. Walsh, der seit 2021 an der Spitze des Verbandes stand, wird sein Amt bereits zum 31. Juli niederlegen. Bis zum Amtsantritt Zahidis übernimmt die Finanzdirektorin der IATA, Sandrine Le Borgne, übergangsweise die Leitung für drei Monate. Walsh war vor seiner Tätigkeit bei der IATA unter anderem Vorstandschef der Fluggesellschaften Aer Lingus und British Airways. Nach seinem Ausscheiden übernimmt er nach Angaben der Organisation eine Führungsfunktion bei der indischen Fluggesellschaft IndiGo.

Langjährige Karriere beim Weltwirtschaftsforum

Nach Angaben der IATA hat Saadia Zahidi ihre gesamte berufliche Laufbahn beim Weltwirtschaftsforum (WEF) verbracht. Dort war sie zuletzt als Generaldirektorin tätig. Im Laufe ihrer Karriere befasste sie sich unter anderem mit globalen Wirtschaftsfragen, Arbeitsmärkten, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiger Entwicklung.

Die Rolle der IATA

Die International Air Transport Association (IATA) wurde 1945 in Havanna gegründet und ist der weltweit wichtigste Dachverband der internationalen Luftfahrtindustrie. Sie vertritt nach eigenen Angaben 376 Fluggesellschaften, auf die rund 85 Prozent des weltweiten Linienflugverkehrs entfallen. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Genf. Zu den Aufgaben der IATA gehören die Vertretung der Interessen der Fluggesellschaften gegenüber Regierungen und internationalen Organisationen, die Entwicklung einheitlicher Standards für Sicherheit, Ticketing, Gepäckabfertigung und Fracht sowie die Förderung eines sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Luftverkehrs. Darüber hinaus veröffentlicht der Verband regelmäßig Analysen zur Entwicklung des globalen Luftverkehrs und koordiniert branchenweite Initiativen, etwa in den Bereichen Digitalisierung und Klimaschutz.

(APA/red)

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen