Lufthansa hält trotz Pilotenstreik Flüge aufrecht

Mehr als 50 Prozent der geplanten Lufthansa-Flüge sollen trotz des angekündigten Pilotenstreiks stattfinden.

12.03.2026 9:27
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Die Fluggesellschaft Lufthansa plant, trotz des für Donnerstag und Freitag angekündigten Pilotenstreiks in Deutschland einen Großteil ihres Flugprogramms durchzuführen. Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Sonderflugplan sollen an beiden Tagen mehr als 50 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge stattfinden.

Auf der Langstrecke will das Unternehmen etwa 60 Prozent der Verbindungen anbieten. Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo soll ihren Betrieb weitgehend aufrechterhalten und mehr als 80 Prozent ihres geplanten Programms fliegen.

Möglich werde der vergleichsweise stabile Flugbetrieb durch Piloten, die sich freiwillig zum Einsatz gemeldet hätten, erklärte Francesco Sciortino von Lufthansa Airlines. Zusätzlich setzt die Airline teilweise größere Flugzeuge ein und greift auf Unterstützung von Partnerfluggesellschaften zurück. Personalvorstand Michael Niggemann kritisierte den Streikaufruf der Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) und bezeichnete die Eskalation als nicht nachvollziehbar, insbesondere angesichts der geopolitischen Unsicherheiten durch den Krieg mit dem Iran.

Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder zu Arbeitsniederlegungen von Donnerstag um 00:01 Uhr bis Freitag um 23:59 Uhr aufgerufen. Flüge in den Nahen Osten sind jedoch von dem Streik ausgenommen, was mit der angespannten Sicherheitslage in der Region begründet wird. Betroffen wäre beispielsweise eine Verbindung in die saudi-arabische Hauptstadt Riad. Während die Tochter Lufthansa City Airlines planmäßig fliegen soll, wird die Lufthansa CityLine am Donnerstag bestreikt. Am Freitag soll sie jedoch wieder nahezu ihr gesamtes Programm durchführen.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind bislang erfolglose Tarifverhandlungen. Dabei geht es um die Bezahlung bei Lufthansa CityLine sowie um Fragen der betrieblichen Altersvorsorge bei der Kernmarke Lufthansa und der Frachtsparte. Bereits Mitte Februar hatte es einen eintägigen Streik gegeben, der gemeinsam mit der Flugbegleiter Gewerkschaft UFO durchgeführt wurde. Damals fielen rund 800 Flüge aus und etwa 100.000 Passagiere waren betroffen.

APA/Red.

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