Dr. Richard verdoppelt Zahl der E-Reisebusse
Nach positiven Erfahrungen mit einem Pilotprojekt erweitert die Dr. Richard Gruppe ihre Flotte an elektrifizierten Reisebussen.
Die Wiener Dr. Richard Gruppe will ihre Flotte an elektrifizierten Reisebussen erweitern. Nach Angaben des Unternehmens haben die bisherigen Erfahrungen mit den Fahrzeugen eine positive Entwicklung gezeigt. Ausschlaggebend für den Ausbau seien die gute Resonanz der Kunden sowie die hohe Nachfrage nach den E-Reisebussen. Auch die tatsächliche Reichweite der Fahrzeuge habe die Erwartungen übertroffen. Bis Anfang des kommenden Jahres soll die Zahl der elektrifizierten Reisebusse von derzeit drei auf sechs Fahrzeuge steigen. Damit setzt das Unternehmen den eingeschlagenen Weg zur stärkeren Nutzung alternativer Antriebe im Reiseverkehr fort.
Einsatz zwischen Wien und Salzburg
Grundlage für die Erweiterung ist ein seit Februar laufendes Pilotprojekt. Dabei setzte die Dr. Richard Gruppe drei Fahrzeuge des Modells T12E des chinesischen Herstellers Yutong ein. Die Busse kamen unter anderem für Shuttledienste sowie für längere Tagesfahrten, etwa zwischen Wien und Salzburg, zum Einsatz. Die E-Reisebusse verfügen laut Unternehmen über eine Reichweite von rund 450 Kilometern und bieten Platz für 50 Fahrgäste. Bei der Auswahl des Fahrzeugmodells habe sich die Gruppe zwischen Anbietern aus China und Indien entscheiden müssen. Europäische Modelle seien nicht verfügbar gewesen, erklärte Geschäftsführer Lukas Hackl.
Eigene Infrastruktur soll Wirtschaftlichkeit unterstützen
Für den wirtschaftlichen Betrieb der elektrifizierten Busflotte setzt die Dr. Richard Gruppe auf eigene Energie- und Ladeinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen sowie eigene Ladestationen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den Standorten Wien und Salzburg. Auch für längere Strecken sieht das Unternehmen Einsatzmöglichkeiten. Laut Hackl könnten notwendige Ladezeiten mit den vorgeschriebenen Pausen für Fahrer und den Ruhezeiten der Fahrgäste verbunden werden. Bei entsprechender Ladeinfrastruktur würden sich diese Unterbrechungen daher kaum auf die gesamte Fahrzeit auswirken.
(APA/red)