Flucht vor der großen Hitze

Wenn‘s überall heiß wird, dann ist es in den Alpen und in Nordeuropa kühler. Wie der Zentral- europäische Tourismus in den Alpen von der sogenannten Coolcation profitieren könnte.
© Österreich Werbung/Marco Rossi

Die große Hitze im Mittelmeerraum könnte eine Chance für den Tourismus in Zentraleuropa und den Alpen sein

Es hat 40 Grad im Schatten. Der Drink droht zu verdunsten, ehe er getrunken wird. Da macht Urlaub keinen Spaß mehr. Die Klimaerwärmung macht Sommerurlaub in südlichen Destinationen teilweise unerträglich. Coolcation scheint die Lösung dafür zu sein. Reiseanbieter reagieren bereits auf den Trend und bieten Urlaube in kühleren, nördlicheren Gebieten als Alternative zu den Hitzedestinationen an. Aber ist das Ganze nur eine geniale Marketingaktion oder sind die Klimaveränderungen wirklich schon so dramatisch in Europa? Und sind damit nicht auch Chancen für den zentraleuropäischen Tourismus bzw. insbesondere den österreichischen Tourismus verbunden?

Marc Olefs ist Leiter des Departments für Klima-Folgen-Forschung am GeoSphere Austria (früher ZAMG und GBA). Schon in seiner Kindheit entwickelte er eine besondere Verbundenheit  zur Natur, den Wolken, der Atmosphäre und allen damit zusammenhängenden Prozessen. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. 

Europa erwärmt sich am stärksten

Zur Frage der Klimaentwicklung erklärt er, dass eine der markantesten Änderungen der letzten Jahrzehnte die Erwärmung in großen Teilen von Europa ist. Diese Region der Erde hat sich seit den 1980er Jahren weltweit am stärksten erwärmt, und damit einhergehend für mehr Extremwetter, wie eine Zunahme der Hitzebelastung und Intensivierung von kurzzeitigen Starkregenfällen gesorgt. Der Grund für die stärkere Erwärmung in Europa ist mehr bodennahe Sonnenstrahlung aufgrund abnehmender Luftverschmutzung (weniger Aerosole) und Bewölkung (letzteres ist wiederum eine Folge der Erderwärmung selbst). Steigende Treibhausgaskonzentrationen sorgen dann unabhängig dafür, dass diese Wärme schlechter ins Weltall entweichen kann. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die südlichen Urlaubsländer in Europa. Dort nehmen insbesondere Hitze und Trockenheit zu. Damit verbundene Folgeerscheinungen sind z.B. erhöhte Hitzesterblichkeit, geringere Produktivität, Probleme in der Ernährungssicherheit (Landwirtschaft), ein größeres Risiko für Waldbrände (sogenannte Feuerwetter) und eine geringere Wasserverfügbarkeit. Waldbrände und Wasserverfügbarkeit bereiten dem Tourismus besondere Probleme…

Von Harald Fleischer

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