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Petition gegen Berlusconi-Airport in Mailand

Bereits 32.000 Unterschriften auf Plattform Change.org gesammelt

09.07.2024 8:51
LB
© Adobe Stock

Auf der Online-Plattform Change.org haben bereits über 32.000 Italiener eine Petition unterzeichnet, um zu vermeiden, dass der Flughafen Mailand Malpensa nach dem vor einem Jahr verstorbenen Ex-Premierminister Silvio Berlusconi benannt wird. „Giù le mani da Malpensa“ (Hände weg von Malpensa) lautet die Initiative.

Die Luftfahrtbehörde will mit Unterstützung von Verkehrsminister Matteo Salvini den Flughafen Malpensa nach dem im Juni 2023 verstorbenen Expremier und Forza Italia-Chef benennen, für den Mailand die Heimatstadt war. Dagegen stemmen sich jedoch viele Mailänder. „Nach Berlusconi könnte man höchstens eine Strafanstalt benennen“, kommentierte ein User auf Change.org.

Auf der Plattform hagelt es alternative Vorschläge von Persönlichkeiten, nach denen der größte Flughafen Norditaliens benannt werden könnte. Sie reichen von dem lombardischen Schriftsteller Alessandro Manzoni, über den im Kongo ermordeten Botschafter Luca Attanasio, bis zur Mailänder Balletttänzerin Carla Fracci.

Die Zivilluftfahrtbehörde hat einen Antrag der Region Lombardei auf Umbenennung des Flughafens Mailand Malpensa zu Ehren von Berlusconi, der aus der Finanzmetropole stammte, genehmigt. „Da die endgültige Entscheidung beim Verkehrsminister liegt, denke ich, dass die Umbenennung stattfinden wird“, sagte Salvini, Vorsitzender der rechtsgerichteten Regierungspartei Lega und langjähriger Verbündeter Berlusconis am Freitag. Berlusconi führte an der Spitze seiner Mitte-Rechts-Partei Forza Italia vier Regierungen an und zählte zu den umstrittensten Persönlichkeiten in Italien.

Silvio Berlusconi starb im Juni 2023 im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer chronischen Leukämie. Für den Ex-Premierminister und Unternehmer wurde ein Staatsbegräbnis im Mailänder Dom mit Zehntausenden Menschen zelebriert. Berlusconi prägte 25 Jahre lang das politische Leben seine Landes. Seine politische und wirtschaftliche Karriere war von Skandalen und Justizverfahren geprägt. Er wurde wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt.

APA/Red.

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